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Vom Matriarchismus über die Polygamie zur Monogamie
Verschiedene Stämme in Afrika leben auch heute noch in
einer Art Großfamilie. So eine Gemeinschaft oder Dorf besteht im Allgemeinen
aus zwanzig Mitgliedern und drei Häusern, eines für die Tiere, eines für die
Männer und eines für die Frauen.
Warum gerade zwanzig Mitglieder?
Für die Ernährung von einer Person sind ungefähr fünf
Ziegen nötig, wenn man eine schlachtet und warten muss bis die nächste Ziege
groß wird, vor allem geben sie nicht so viel Milch, wie zum Beispiel die Kuh.
Bei zwanzig Menschen sind das zusammen hundert Tiere. Wasserlöcher sind dort
eine Mangelware und zudem ziemlich klein. Die heraufquellende Wassermenge ist
also für eine größere Anzahl von Mensch und Tier ungeeignet. Wenn die Gruppe
größer wird, teilt sie sich. Da Männer und Frauen nicht im gleichen Haus
wohnen, kann sexueller Kontakt nur tagsüber hinter einem Busch zustande
kommen. Und da es keine Ehe gibt, wechselt man die Partner innerhalb der
Familie nach Belieben. Dabei weiß jeder, wer seine Mutter war, aber keiner
kann mit Sicherheit angeben, wer sein Vater ist. Um Inzucht zu verhindern
werden von Zeit zu Zeit männliche Teile der Gemeinschaft mit solchen von
anderen Gruppen ausgetauscht.
Dieses Modell der Gruppe kann für die Zeit bis vor
fünftausend Jahren vor unserer Zeitrechnung als allgemein gültig betrachtet
werden. Danach begann eine Art Regionalisation (das Vormodell unserer
heutigen Globalisation). Die Gruppen wanderten, auch um mit anderen Handel zu
treiben. Hier konnten sich die Alten nicht mehr Abend für Abend
zusammensetzen, um die nötigen Maßnahmen zu besprechen, weil sehr oft wegen
unvorhergesehener Ereignisse schnell Entscheidungen getroffen werden mussten.
Also brauchte man eine führende Persönlichkeit, der alle untergeben waren und
die alle Frauen für sich beanspruchte. Das ist die Polygamie.
Ungefähr vor viertausend Jahren gab es dann eine
wirtschaftliche Revolution: Die Kuh wurde als Haustier gezähmt. Mit der Menge
der Milch (Käse, Butter) einer Kuh war es für einen Mann möglich, eine Frau
und ein paar Kinder zu ernähren. So begann die Monogamie mit einem Mann und
einer Frau. Einer davon (der Mann) und eine andere davon (die Frau) führte
wahrscheinlich zur Entwicklung des Artikels in der Grammatik (im heutigen
Deutschen: der, die, das), und damit zum Monotheismus (‘der‘ Gott und nicht
‘ein‘ Gott).
George Sand, eine intime Freundin von Chopin, keine sehr
gute oder bedeutende Schriftstellerin des neunzehnten Jahrhunderts, war für
eine bestimmte Entwicklung der modernen Gesellschaft von größter Bedeutung.
Sie war nämlich eine der ersten, die sich scheiden ließ und sich dann eine
eigene gesellschaftliche Stellung aufbaute. Nach dieser Zeit kam es immer
häufiger vor, dass eine Frau und ein Mann in einer sogenannten ‘wilden Ehe‘
zusammenlebten.
Heute geht die Menschheit immer weiter in diese Richtung
einer großen ‘Landesfamilie‘, später dann ‘globalen Familie‘, weil auch die
Staatsväter schon lange erkannt haben, dass ärmere Schichten der Gesellschaft
bereits im Kinder- und Jugendalter unterstützt werden müssen, wenn man
verhindern will, dass sie der Kriminalität anheim fallen. Das große Problem
aber, das sich für jedes einzelne Individuum daraus ergibt, ist der immer
schnellere Wechsel von Verhaltensformen, die keine Zeit mehr haben sich als
Traditionen fest in die Gesellschaft einzuwurzeln. Ich möchte nicht sagen,
dass ich das schlecht finde. Es ist meines Erachtens sogar wünschenswert, in
der Gesellschaft eine gewisse Flexibilität zu erreichen, weil sich natürlich
auch die Welt ändert und dadurch immer neues adäquates Verhalten nötig ist.
Der Mensch müsste nur öfter seinen Kopf benutzen und nachdenken.
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A matriarchizmustól a polygamián át a monogamiáig
Sonntag, 25. Mai 2014
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